Unsere Aktivitäten #3

08.04.2016   Jahreshauptversammlung der Katzenhilfe Bleckede e.V.

Die Jahrshauptversammlung für das Jahr 2015 besuchten insgesamt 24 Mitglieder. 4 Mitglieder hatten im Vorfeld ihre Teilnahme abgesagt. Die Versammlung verlief harmonisch und man saß nach Beendigung der Versammlung noch in lockerer fröhlicher Runde zusammen.

Ein kurzer Überblick: Es wurden die Jahresaktivitäten des Vereines vorgestellt. Begonnen mit den Fang- und Kastrationsaktionen für frei lebende Hauskatzen, über die Teilnahme an Demonstrationen zum Zirkuss, die Teilnahme an Veranstaltungen zur veganen Lebensweise bis zu den politischen Aktivitäten auf kommunaler und auf Landesebene. Zur Wahl stand der Vorsitz und Frau Brigitte Ruhnke wurde mit 1 Enthaltung in ihrem Amt bestätigt. Dem Schatzmeister, Herrn Holger Hagen, wurde eine vorbildliche Kassenführung, die seinesgleichen sucht, durch die Kassenprüfer bestätigt.  Zu guter letzt ist nun auch die Verlegung des Vereinssitzes von Bleckede nach Lüneburg offiziell durch die Versammlung einstimmig beschlossen worden.

 

05.07.2015   Katzenhilfe Bleckede e.V. beteiligt sich an Demonstration gegen Wildtierhaltung in Zirkussen in Lüneburg

Bereits 2014 gastierte ein Zirkus mit Wildtieren in Lüneburg und der Bürgemeister der Hansestadt Lüneburg, Herr Eduard Kolle, sagte den Initiatoren der Protestaktion zu dafür Sorge zu tragen, dass Zirkusse mit Wildtierhaltung nicht mehr in Lüneburg gastieren dürfen. Ein entsprechender Artikel dazu kann hier eingesehen werden.

Am 28.03.2015 gastierte bereits der Zirkuss Charles Knie mit Zustimmung der Stadt Lüneburg und auch des Bürgermeisters Herrn Eduard Kolle, in der Hansestadt. Nun gastierte der Zirkus Krone in Lüneburg und wieder war der Bürgermeister Herr Eduard Kolle nicht zu sehen oder zu hören.

Also war es wieder erforderlich gegen dieses Gastspiel zu protestieren. Insbesondere der Zirkus Krone ist ein Paradebeispiel für ein eklatantes Fehlverhalten in der Wildtierhaltung im Zirkusbetrieb (mit etlichen Bußgeld- und Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei) und man ist seitens der Zirkusleitung, mit der billigender Zustimmung der Stadtverantwortlichen, tatsächlich davon überzeugt, dass diese Art der Zuschaustellung von Elefanten, Löwen, Tiger und der gezüchteten Kreuzung von Löwen und Tigern -die in dieser Form in der Wildnis nicht existieren würden- artgerecht ist. „Die Tiere kennen es ja nicht anderes“. Nicht ohne Grund wurde die damalige beliebte Fernsehsendung „Stars in der Manege“, die durch Zirkus Krone ausgerichtet wurde, durch die ARD aus dem Programm genommen.

Der Protest hat bei den Besuchern scheinbar einiges an Diskussionen ausgelöst. Da wir uns an der Enfahrt zum Parkplatz positioniert und wir uns mit Plakaten und der Unterstützung von Megaphonen Gehör verschafft hatten, war bei anreisenden Familien mit Kindern zu erkennen, dass diese aufgeregt auf ihre Eltern einredeten und mit Gestiken auf uns und die Plakate zeigten. Auch war zu beobachten, dass Familien mit ihren Kindern wieder in ihr Auto stiegen und vom Parkplatz wegfuhren. Viele Besucher gingen mit gesenktem Blick schnell an unsere Protestaktion vorbei oder umgingen den Haupteingang, in dem sie sich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Büsche schlugen. Andere Etern mussten ihre durchaus interessierten Kinder quasi an uns vorbeiziehen. Hier sind ein paar Fotos der Demo verlinkt.

Der Rat der Hansestadt hatte sich zuletzt am 27.04.15 mit einem Antrag LINKEN Ratsfraktion beschäftigt, in dem beantragt wurde keine Stadtflächen für Zirkusse mit Wildtiere zur Verfügung zu stellen. Leider wurde der Antrag vom 10.04.15, der hier verlinkt ist, nicht umfassend vorbereitet und sich nur auf allgemeinbekannte Aussagen zur Wildtierhaltung beschränkt. Sich auf sachkundige und auf vorhandene rechtliche Stellungnahmen zu stützen, oder auf die hier verlinkten Richtlinien und Gutachten zur Haltung von Zirkustieren sowie zur Haltung von Säugetieren zurückzugreifen, war vermutlich, aufgrund der Komplexität des Sachverhaltes, zu viel verlangt. Im Übrigen werden diese Richtlinien und dieses Gutachten in der Verwaltungsgerichtssprechung -mangels gesetzlicher Vorgaben- zu Grunde gelegt, um die entsprechenden Vorfälle bewerten zu können.

Dieser Antrag war für den Stadtrat, Dez III Nachhaltigkeit, Sicherheit und Recht, Herr Moßmann, natürlich keine Herausforderung. In einer Stellungnahme für den Rat sprach sich Herr Moßmann als beratende Verwaltung gegen den Antrag aus, weil man dies als rechtswidrig ansehen würde. Dazu wurde  in der hier verlinkten Stellungnahme nur auf ein Verwaltungsgerichtsurteil verwiesen, die ein solches Verbot als rechtswidrig einstufte. Bezogen auf die Informationspflicht der Verwaltung gegenüber dem Stadtrat hätte in dieser Stellungnahme auch auf die weiteren Verwaltungsgerichtsurteile hingewiesen werden müssen, in denen ein Verbot als rechtmäßig eingestuft worden ist. Wie eine umfassende Information aussehen hätte können, auch im Respekt gegeüber dem Stadtrat, ist hier als Stellungnahme des stv. Landesbeauftragten für Tierschutz aus Baden Württemberg zum Auftrittverbot von Zirkussen mit Wildtieren auf kommunalen Flächen verlinkt. Darüberhinaus existiert seit 2010 ein Rechtsgutachten „Ausschluss von Wildtierzirkussen von der Nutzung kommunaler öffentlicher Plätze durch Teilentwidmung“, dass durch das hessische Ministierium für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben wurde.

Während der Ratssitzung wurde man wieder Hör- und Augenzeuge wie durch fehlende und auch falsch übermittelte Informationen die Mehrzahl der Ratsmitglieder entsprechend beeinflusst werden konnten. Wie weit sich Angst Verantwortung zu übernehmen auswirkt, zeigt der hier verlinkte Änderungsantrag der SPD und LINKEN der in aller Eile -ohne eigentlichen zwingenden Grund- hingeschmiert worden ist. Dieser Änderungsantrag zeigt im klassischen Sinne das derzeitige typische Verhalten der SPD auf Bund- Landes- und Kommunalebene die Verantwortung auf andere zu übertragen -man könnte auch sagen „zu schieben“-, dem sich auch der Fraktionsvorsitzende der LINKEN nicht entziehen konnte oder wollte. Somit wurde eine Regelung durch die Hansestadt Lüneburg verschoben, bis durch die jeweiligen Gesetz- und Verordnungsgeber eine Regelung getroffen wird. Hierbei ist der derzeitige Bundesgesetzgeber gemeint.

Die Rücknahme des Tagesordnungspunktes, um dann einen umfassenden Antrag vorzubereiten oder den Antrag in einen entsprechenden Ausschuss zur Beratung zu übergeben, wäre wohl die bessere Lösung gewesen, wenn man tatsächlich davon überzegt gewesen wäre eine Änderung herbeizuführen. Man hat die Ausführungen der Verwaltung nicht hinterfragt, hat sich ins Boxhorn jagen und sich zu einem unverbindlichen Antrag hinreißen lassen. Der Bundesgesetzgeber und hier insbesondere die CDU/CSU Bundestagsfraktion hat sich bisher immer gegen ein Wildtierverbot im Zirkuss ausgesprochen. Das dies auch weiterhin so bleibt, darauf spekuliert die Hansestadt Lüneburg, um weiter lukrative Pachtverträge mit den entsprechenden Zirkusbetreibern aushandeln zu können.

Der entsprechende Artikel der Landeszeitung Lüneburg kann hier eingesehen werden.

01.07.2015   Chronologie Aktivitäten Katzenhilfe Bleckede e.V. bei den Kommunen des Landkreises Lüneburg

Die Katzenhilfe Bleckede e.V. wirbt seit März 2011, um die Einführung einer Kastrations-/Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen bei den Einheits- und Samtgemeinden des Landkreises Lüneburg.

Am 21.03.2011 war der Gesprächsbeginn zu unserem Anliegen. Als erstes nahmen wir mit dem Bürgermeister der Stadt Bleckede, Herrn Jens Böther, Kontakt, weil unser Verein seinen Sitz in Bleckede hat. Von da an setzten sich die Gespräche in allen Einheits- und Samtgemeinden mit den jeweiligen Bürgermeistern fort. Da nach den Kommunalwahlen 2011 in einigen Einheits- und Samtgemeinden der Bürgermeisterposten neu besetzt wurden, blieb uns keine andere Wahl, als auch hier erneut die Gespräche zu suchen, um für die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen zu werben.

Diese Vorgespräche konnten dann letztendlich im Januar 2012 abgeschlossen werden. Nach Abschluss der Einzelgespräche wurde, aufgrund der Initiative der Katzenhilfe Bleckede e.V., am 22.02.2012 eine gemeinsame Informationsveranstaltung durchgeführt, in der die Katzenhilfe Bleckede e.V. umfassend zur Thematik, auch auf Grundlage der Vorgespräche, den Einheits- und Samtgemeindenbürgermeistern und Ordnungsamtvertretern vorgetragen hat.

Im Ergebnis wurde die Problematik erkannt und die Thematik in der Sitzung der Bürgermeister des Landkreises beraten. Daraus erfolgte im April 2012 die Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur o. g. Thematik. Diese Arbeitsgruppe, unter Leitung des Bürgermeisters der Stadt Bleckede, Herrn Jens Böther, hat dann zusammen mit der Katzenhilfe Bleckede e.V., eine Entwurf für eine Verordnung und eine Beschlussvorlage zur Einführung einer Kastrations-/Kennzeichnungs- u. Registrierungspflicht erarbeitet.

Dieser Entwürfe wurden am 07.06.2012 an alle Bürgermeister der Einheits- und Samtgemeinden des Landkreise übersandt und darum gebeten, die Entwürfe in der nächsten Bürgermeisterrunde  in die Tagesordnung zur Beratung aufzunehmen.

Dieser Entwürfe sind dann am 05.07.2012 in der Bürgermeisterrunde als TOP aufgenommen und beraten worden. Im Ergebnis haben sich die Bürgermeister und Samtgemeindebürgermeister der Stadt Bleckede, Samtgemeinde Dahlenburg, Samtgemeinde Amelinghausen, Samtgemeinde Ostheide, Samtgemeinde Scharnebeck und die Samtgemeinde Bardowick entschlossen, die Thematik und die Entwürfe in die Gemeindegremien einzubringen.

Die Samtgemeinden Ilmenau, Gellersen und die Einheitsgemeinden Adendorf sowie das Amt Neuhaus sehen für sich keinen Handlungsbedarf. Die Katzenhilfe Bleckede e.V. wird versuchen erneut mit den Gemeinden ins Gespräch zu kommen, um doch noch zu erreichen, dass sich diese Gemeinden ebenfalls beteiligen.

Noch im July 2012 wandte sich die Katzenhilfe Bleckede e.V. an das Bündnis „Pro Katze“ der Tierschutzorganisationen Tasso e.V., bmt e.V. und der Stiftung Vier Pfoten. Es wurde die Aktivitäten der Katzenhilfe Bleckede e.V. zur Einführung einer Kastrations-/Kennzeichnungs- u. Registrierungspflicht für freilaufende Katzen im Landkreis Lüneburg geschildert und um Unterstützung gebeten. Das Bündnis sagte die Unterstützung zu und schrieb ergänzend die Brügermeister der einzelnen Gemeinden an, um sie entweder für ihen Entschluss, die Kastrationsverpflichtung in ihren Gremien zu beraten, zu beglückwünschen und noch einmal eindringlich auf die Ursache der unkontrollierten Vermehrung von Katzen hinzuwesen oder die restlich verbliebenen Gemeinden doch noch davon zu überzeugen die Diskussion und Beartungen in ihren Gremien aufzunehmen.

Die Samtgemeinde Amelinghausen ist die erste Gemeinde des Landkreises Lüneburg die am 25.09.2012 eine Kastrationsverpflichtung für freilaufende Katzen im Samtgemeinderat verabschiedet hat.

Die Stadt Bleckede wird die Verpflichtung am 26.11.2012 im Umweltausschuss, am 05.12.2012 im Verwaltungsausschuss beraten und beabsichtigt eine entsprechende Verordnung am 13.12.2012 dem Rat der Stadt zur Abstimmung vorzulegen. Dazu hat die Katzenhilfe Bleckede e.V. Kontakt zu den einzelnen Fraktionen aufgenommen. Im Ergebnis trägt die Katzenhilfe Bleckede am 12.11.12 bei den Fraktionen der SPD und Bündnis90/Die Grünen und am 21.11.2012 bei der CDU Fraktion zur Thematik vor. Vorab erfolgte eine Verbindungsaufnahme mit der UWB Fraktion.

Die Kastrationsverpflichtung wurde am 26.11.2012  im Umweltausschuss der Stadt Bleckede bis auf weiteres vertagt. Damit entfiel auch die Vorlage der Verordnung im Stadtrat am 13.12.2012. Die Kastrationsverpflichtung wird frühestens im April 2013 wieder im Umweltausschuss beraten (näheres unter der Rubrik „Info Kreis“ Stadt Bleckede 26.11.2012).

Am 13.12.2012 hat die Katzenhilfe Bleckede e.V., auf Einladung der Samtgemeinde Dahlenburg, zur Thematik der Kastrations-/Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen vor dem Samtgemeindeausschuss vorgetragen. Im Ergebnis wurden die Informationen an die Ratsfraktionen weitergeleitet und erneut Anfang Februar 2013 im Samtgemeindeausschuss beraten. Der Ausschuss befürwortete die Kastrationspflicht für Katzen. Am 14.03.2013 soll der Samtgemeinderat über die Verordnung abstimmen.

Am 05.03.2013 erhielt die Katzenhilfe Bleckede e.V. weitere Unterstützung durch das Bündnis „Pro Katze“. Es werden der Katzenhilfe Bleckede e.V. 5000,- € und eine Anzahl von Registrierungschips für die Kastration von frei lebenden Katzen zur Verfügung gestellt, damit der Politik signalisiert werden kann, dass man sich aktiv in den Prozess mit einbringt.

Am 06.03.2013 hat die Katzenhilfe Bleckede e.V. erneut persönlich zum Samtgemeindebürgermeister, Herrn Meyer, der Samtgemeinde Ostheide aufgenommen. In diesem Gespräch wurde an die beabsichtigte Initiative zur Einführung einer Kastrationspflicht für Katzen erinnert und auf Orte im Samtgemeindegebiet mit einem gehäuften Aufkommen von frei lebenden Katzen hingewiesen. Die Thematik hat sich derzeit noch nicht bei allen Ratsmitgliedern durchgesetzt. Vielen Ratsmitgliedern erschließt sich die Problematik nicht.

Am 14.03.2013 hat sich der Samtgemeinderat Dahlenburg, bei einer Gegenstimme aus der CDU, für die Einführung einer Kastrations-/Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für freilaufende Katzen ausgesprochen. Zusätzlich wurden 1000,-€ für die Kastration von frei lebenden Katzen bewilligt.

Eine Verbindungsaufnahme am 20.03.2013 mit der Samtgemeinde Bardowick ergab, dass sich bis auf die Absichtserklärung noch keine Gespräche mit der Politik geführt worden sind. Es wurde zu mindestens eine finanzielle Unterstützung für einen „Hot Spot“ mit frei lebenden Katzen zugesagt.

Am 26.03.2013 wurde die Katzenhilfe Bleckede e.V. erneut persönlich beim Samtgemeindebürgermeister, Herrn Gerstenkorn, der Samtgemeinde Scharnebeck vorstellig. Gegenstand des Gesprächs war die beabsichtigte Initiative der Samtgemeinde zur Einführung einer Kastrationspflicht und das aktuell im Gemeindegebiet gehäufte Aufkommen von frei lebenden Katzen. Seitens Herr Gerstenkorn wurde einegräumt, dass die Kastrationsverpflichtung bei den Ratsmitgliedern angesprochen worden ist. Einige Ratsmitgliedern können sich eine Verpflichtung vorstellen bei anderen erschließt sich die Probelmatik nicht.

Aus dem Amt Neuhaus wurde am 22.04.2013 bekannt, dass die Bürgermeisterin, Frau Richter, zur Kastrationsverpflichtung das Gespräch mit den Ratsherren gesucht hat. Leider ist sie auf unverständnis gestoßen. Die Katzenhilfe Bleckede e.V. wird beizeiten versuchen mit den Fraktionsvorsitzenden des Amt Neuhauses dazu in Gespräch zu kommen.

Nachdem der Umwelt- u. Energieausschuss die Thematik am 26.11.2012 bis auf weiteres verschoben hatte, wurde die entsprechende Verordnung erneut am 23.04.2013 beraten. Im Ergebnis hat der Ausschuss mehrheitlich empfohlen, dass der Rat der Stadt Bleckede die entsprechende Verordnung verabschieden soll.

Die Katzenhilfe Bleckede e.V. wurde am 29.05.2013 durch die Samtgemeinde Ostheide eingeladen zur Thematik der unkontrollierten Vermehrung von Katzen und der Kastrationspflicht für freilaufende Katzen im Umweltausschuss der Samtgemeinde am 11.06.2013 vorzutragen. Nach dem Vortrag wurde durch den Ausschuss entschieden die Theamtik den einzelnen Ratsfraktionen vorzustellen.

Am 20.06.2012 fürhte man erneut ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Samtgemeinde Scharnebeck, Herrn Gerstenkorn. Es wurde erneut die Ursache und die Auswirkungen, aber auch über die rechtliche Zuständigekeit der Kommune gesprochen. Man kam überein, dass durch die Katzenhilfe Bleckede e.V. die vorliegenden Informationen aus dem Jahr 2012 aktualisiert werden und Herr Gerstenkorn die Thematik erneut den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates vorträgt. Die entsprechenden Informationen wurden am 24.06.2103 übersandt.

In der Ratsitzung der Stadt Bleckede am 26.06.2013 wurde im Landkreis Lüneburg eine weitere Etappe geschafft. Der Rat stimmte für die von der Katzenhilfe Bleckede e.V. vorgeschlagene Verordnung zur Einführung eine Kastrations-/Kennzeichnungs- u. Registrierungspflicht für freilaufende Katzen im Kommunalgebiet der Satdt Bleckede. Somit gesellt sich die Stadt Bleckede zur Samtgemeinde Amelinghausen und Dahlenburg. Die Verordnung trat mit dem 22.08.2013 in Kraft.

Am 16.08.2013 wurde ein Gespräch mit der Bürgermeisterin des Amt Neuhauses, Frau Richter, geführt. Es wurden erneut die unkontrollierte Vermehrung von Hauskatzen mit den damit verbundenen Auswirkungen angesprochen. Frau Richter gab offen zu, dass sie die Problematik erkannt hat, aber zur Zeit keine Möglichkeit besteht, den Rat der Gemeinde von einer Kastrationsverpflichtung für freilaufende Katzen zu überzeugen. Sie bot an, die Problematik im Verwaltungsausschuss der Gemeinde zu beraten und mit der Verknüpfung zu öffentlichen Aufgaben zu prüfen, ob zu mindestens eine fiannzielle Unterstützung von Kastrationsaktionen durch die Kommune gewährleistet werden kann. Dazu wurde durch die Katzenhilfe Bleckede e.V. ein Antrag zur finanziellen Sicherstellung von Fang- u. Kastrationsaktionen gestellt. Dieser Antrag wurden dann durch den Verwaltungsausschuss zur Beratung und Beschlussempfehlung an den zuständigen Ausschuss überwiesen. Am 05.11.2013 tagte der Ausschuss und die Katzenhilfe Bleckede e.V. durfte zur Thematik in der Ausschusssitzung vortragen. Der Ausschuss stimmte mehheitlich für den Antrag der Katzenhilfe Bleckede. e.V. Am 16.12.2013 wurde der Katzenhilfe Bleckede e.V. mitgeteilt, dass der Verwaltungsausschuss der Beschlussempfehlung des zuständigen Ausschusses widersprochen hat und dem Rat empfohlen hat dem Antrag nicht zuzustimmen. Dies hat der Rat dann am 12.12.2013 getan. Seitens der Verwaltung wurdender Katzenhilfe Bleckede e.V. eine Zuwendung in Höhe 500,-€ überwiesen.

Am 02.09.2013 wurde die Katzenhilfe Bleckede e.V. durch den Ordnungsamtsleiter der Samtgemeinde Ostheide darüber informiert, dass er durch die Mehrheitsgruppe der SPD/Grüne im Rat gebeten wurde eine Beschlussempfehlung und einen Entwurf für eine Verordnung zur Kastrations-/Kennzeichnungs- u. Registrierungspflicht für freilaufende Katzezen vorzulegen. Man beabsichtigt die Verordnung in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses zu beraten. In Absprache mit dem Ordnungsamtsleiter hat die Katzenhilfe Bleckede e.V. eine aktualisierte Beschlussempfehlung und einen aktualisierten Entwurf einer Verordnung erarbeitet und am 19.09.2013 an die Samtgemeinde übersandt.

Am 28.10.2013 hat der Umweltausschuss der Samtgemeinde Ostheide abschließend über die Verordnung beraten und einstimmig den Beschluss gefasst, dass dem Rat empfohlen wird die Verordnung zu beschließen. Dieser Empfehlung ist der Rat der Samtgemeinde Ostheide am 17.12.2013 nachgekommen und hat einstimmig die Einführung einer solchen Verordnung beschlossen.

Am 18.05.2014 wurde der Bürgermeister der Samtgemeinde Bardowick und alle Ausschussmitglieder der Umweltausschusses angeschrieben. Dies war erforderlich, weil der Ausschuss am 03.06.2013 und 28.11.2013 eine entsprechende Verodnung beraten und letztendlich abgelehnt hat. Zu diesen Beratungen wurde weder die Katzenhilfe Bleckede e.V. noch der Tierschutzverein Lüneburg und auch kein Tierazt hinzugezogen.  Nach Einsicht der Sitzungsprotokolle wurde jedoch festgestellt, dass die Auschussmitglieder Fehinformationen vorlagen und auch Falschinfomationen übermittelt worden sind. Dies wurde mit dem Anschreiben der Kazenhilfe Bleckede e.V. richtig gestellt und beantragt die Beartungen wieder aufzunehmen und die Katzenhilfe Bleckede e.V. zur Thematik vortragen zu lassen.

Für den 22.05.2014 wurde die Katzenhilfe Bleckede e.V. durch die Samtgemeinde Scharnebeck eingeladen zur Thematik im Umwelt- u. Bauausschuss vorzutragen. Im Ergebnis sollen die Beratungen über die Verordnung im Ausschuss wieder aufgenommen werden.

Nach Vorgesprächen mit der Samtgemeinde Gellersen am 16.05.2014 konnte erreicht werden, dass die Thematik der frei lebenden Hauskatze in der Sitzung der Bürgermeister des Landkreises -Hauptverwaltungsbeamte; HVB Sitzung- in die Tagesordnung aufgenommen worden ist. In Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Lüneburg e.V. wurde durch die Katzenhilfe Bleckede am 05.06.2014 in der HVB Sitzung zur Thematik vortragen. Auf Grundlage der aktuellen Rechtsprechung -aufgefundene Haustiere können nicht als herrenlos gelten- wurde die Zuständigkeit der Kommunen auch für so genannte verwilderte Hauskatzen erläutert. Es wurde ein Überblick über die Anzahl der Tiere gegeben, die in den letzten drei Jahren eingefangen und kastriert wurden und die Entwicklung der Aufwendungen für die letzten fünf Jahren vorgestellt. Zusätzlich wurde auf den vorhandenen Fundtiervertrag verwiesen in dem keine Regelungen für die frei lebende Hauskatze enthalten ist. Die Bürgermeister haben erkannt, dass eine Regelungslücke vorhanden ist. Es wurde vereinbart, dass durch den Tierschutzverein Lüneburg und die Katzenhilfe Bleckede ein Konzept vorgelegt wird, wie man der Problematik begegnen kann. Dieses Konzept soll dann als Grundlage für die weiteren Gespräche genutzt werden. Die Katzenhilfe Bleckede e.V. hat ein entsorechende Konzept erarbeitet und dem Tierschutzverein Lüneburg zur Verfügung gestellt.

Dieses Konzept wurde am 13.06.2014 den Bürgermeistern und dem Landkreis vorgelegt und durch den Tierschutzverein gestützt. Nach Rückmeldungen aus den Kommunen und der Landkreisverwaltung wird dieses erabeitete Konzept mit in die für dieses Jahr anstehenden Fundtiervertragsverhandlungen mit dem Tierschutzverein Lüneburg einfließen.

Nach Rückmeldung des 1. Vorsitzenden des Tierschutzvereines Lüneburg wurde das Fundtierkonzept am 01.07.2015 in der gemeinsamen Sitzung des Landkreises, der Hansestadt Lüneburg und der Landkreiskommunen vorgestellt. Die Entscheidung, ob und welchem Umfang das vorliegende Konzept unterstützt und finanziert wird, soll im September 2015 fallen.

Detaillierte Informationen dazu sind unter der Rubrik „Infos Kreis Lüneburg“ hinterlegt.

 

weiterlesen