Einzugsgebiet der Katzenhilfe Bleckede e.V.; Aufnahme von Hauskatzen; Notfälle

Die Katzenhilfe Bleckede e.V. informiert:

Die Katzenhilfe Bleckede e.V. wird zunächst nur in den Gemeinden des Landkreises Lüneburg tätig in denen die Kastrationsverpflichtung für Freigängerkatzen eingeführt worden ist. Das sind die Stadt Bleckede und die Samtgemeinden Amelinghausen, Dahlenburg und Ostheide. Hierbei setzt sich die Katzenhilfe Bleckede e.V. für die entlaufenen, verloren gegangenen, ausgesetzten und zurückgelassenen Hauskatzen ein, die den Bezug zum Menschen verloren haben.

Für die restlichen Gemeinden und die Hansestadt Lüneburg setzt sich die Katzenhilfe Lüneburg des  Tierschutzverein Lüneburg u.U.e.V. für die entlaufenen, verloren gegangenen, ausgesetzten und zurückgelassenen Hauskatzen ein. Die Katzenhilfe Lüneburg ist über die Telefonnummer 04131-8555499 erreichbar. Bei Bedarf können sie sich auch an die Katzehilfe Bleckede wenden, wir sorgen dann dafür, dass die Katzenhilfe Lüneburg informiert wird. 

Da die Katzenhilfe Bleckede e.V. kein Tierheim betreibt können Hauskatzen als Abgabetiere nicht aufgenommen werden. Hierzu können Sie sich an das Tierheim in Lüneburg wenden.

Haben Sie Hauskatzen -auch Welpen- aufgefunden oder sind Ihnen diese zugelaufen, können Sie diese Tiere beim Ordnungsamt Ihrer Gemeinde abgeben. Als Bürger haben sie nach dem Bügerlichen Gesetzbuch ein Abgaberecht und die Gemeinde eine Aufnahmepflicht. Sollten die Tiere verletzt und offensichtlich an einer Erkrankung leiden, können Sie beim nächsten Tierarzt vorstellig werden. Die Kosten einer unaufschiebbaren tierärztliche Behandlung ist von der Gemeinde zu tragen in dessen Einzugsgebiet die Hauskatze aufgefunden worden sind.

Für die Zuständigkeit gilt, dass die Ordnungsämter über den Fund einer Hauskatze informiert werden müssen, weil diese das Recht haben darüber zu entscheiden, wo das Tier ggf. behandelt und untergebracht wird. Außerhalb der Bürozeiten ist das Ordnungsamt am nächsten Arbeitstag zu informieren. Sie können sich auch direkt an das Tierheim in Lüneburg wenden, weil die Gemeinden des Landkreises und der Landkreis selber einen Vertrag mit dem Tierheim in Lüneburg zur Verwahrung von aufgefundenen, zugelaufenen, ausgesetzten und zurückgelassenen Haustieren hat. Wichtig hierbei ist, dass über die Aufnahme eines aufgefundenen, zugelaufenen, ausgesetzten und zurückgelassenen Haustieres nicht der Tierheimmitarbeiter entscheidet. Das ist eine Amtsaufgabe, die nicht durch die Mitarbeiter des Tierheimes -weil keine Amtsbefugnisse- wahrgenommen werden darf. Auch eine Gebühr für die Aufnahme dieser Tiere darf nicht erhoben werden. Das Tierheim hat einen Vertrag zur Aufnahme und diesem muss Sie nachkommen, außer die zuständige Behörde trifft eine andere Entscheidung. Dies könnte z.B. das Wiederaussetzen einer Hauskatzen am Einfangort sein, wenn die weitere Versorgung der Tiere vor Ort sichergestellt werden kann.  Auch hier verbleibt die amtliche Zuständigkeit bei der Gemeinde. Es wird nur ein anderer Verwahrungsort für das Tier gewählt.

Bei Notfällen können Sie sich auch an die Polizei wenden. Diese haben die Möglichkeit, auch außerhalb der regulären Arbeitszeit, auf Beamte des Veterinäramtes oder auch auf Mitarbeiter des Tierheimes zurückzugreifen. Im Rahmen von Tierquälerei haben auch Polizeibeamten die gesetzliche Verpflichtung die ersten Ermittlungen im sogeannten 1. Angriff aufzunehmen und einen entsprechenden Antrag auf Strafverfolgung entgegen zu nehmen. Die Beamten habe dazu kein Ermessensspielraum!

Sollte beim Auffinden eines Tieres die zuständigen Behörden nicht erreicht werden, so kann die Polizei für die Verwaltungsbehörden (Ordnungsbehörden und Tierschutzbehörde) zur Abwehr einer Gefahr für ein Tier tätig werden und das Tier einziehen/sicherstellen und einer erforderlichen tierärztlichen Behandlung sowie Unterbringung zuführen. Die dabei entstehenden Kosten müssen die entsprechenden Behörden und nicht die Polizei tragen. Dies ist gesetzlich im niedersächssichen Sicherstellungs- u. Ordnungsgesetz und im Erlass zur „Behandlung von Verwahrstücken durch die Polizei“ (RdErl. d. Ml v. 6. 5. 2015 – 22.2-12341/1 –) geregelt.

 

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